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Reha nach Unfall: Wie Anwälte, Versicherungen und Reha-Manager wirklich zusammenarbeiten 29.01.2026

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Verletzte stehen nach einem Unfall vor einem Berg an Aufgaben. Arzttermine müssen koordiniert werden. Anträge stapeln sich auf dem Schreibtisch. Viele fühlen sich allein gelassen. Hier beginnt die Arbeit eines Reha-Managers. Er bringt Ordnung in diese schwierige Phase.

Drei Parteien treffen aufeinander: der Geschädigte selbst, sein Rechtsanwalt im Schadensrecht und der Sachbearbeiter der gegnerischen Haftpflichtversicherung. Jeder verfolgt eigene Interessen. Der Verletzte möchte gesund werden und sein Leben zurück. Der Anwalt kämpft für angemessene Entschädigung. Die Versicherung prüft jeden Anspruch genau. Diese unterschiedlichen Perspektiven führen oft zu Konflikten.

Branchenstandards legen fest, wie Rehabilitation ablaufen soll. Der sogenannte Code of Conduct verpflichtet beide Seiten zu klaren Zielvorgaben. Versicherungen und Anwälte müssen gemeinsam bestimmen, was erreicht werden soll. Kann der Verletzte wieder arbeiten? Braucht er dauerhafte Unterstützung? Welche Hilfsmittel sind nötig? Diese Fragen müssen beantwortet werden. Die Realität zeigt jedoch Lücken. Wichtige Details werden nicht weitergegeben. Familienangehörige mischen sich ein. Niemand hat den vollen Überblick. Regelmäßige Besprechungen lösen diese Probleme. Alle Beteiligten setzen sich an einen Tisch. Der Reha-Manager führt durch das Gespräch. Er stellt gezielte Fragen. Verborgene Schwierigkeiten kommen ans Licht. Manchmal dauert so ein Treffen über zwei Stunden. Doch danach ist der Weg klar. Konkrete Schritte werden vereinbart. Jeder weiß, was zu tun ist.

Das oberste Ziel lautet: Der Verletzte soll wieder am Leben teilnehmen. Er soll selbstbestimmt handeln können. Finanzielle Absicherung ist ein Teil davon. Das Schadensrecht regelt Schadenersatz und Schmerzensgeld. Doch Geld allein reicht nicht aus. Betroffene brauchen praktische Hilfe im Alltag. Eine passende Wohnung muss gefunden werden. Der Arbeitsplatz muss angepasst sein. Vielleicht startet jemand eine Ausbildung. Das soziale Umfeld spielt eine große Rolle. Freunde und Familie müssen eingebunden werden.

Ein Reha-Manager sieht manchmal Probleme, bevor sie eskalieren. Er kennt typische Stolpersteine. Manchmal ändern sich Lebensumstände unerwartet. Der ursprüngliche Plan passt nicht mehr. Dann muss schnell reagiert werden. Neue Lösungen entstehen durch flexible Anpassung. Die Begleitung endet nicht nach einem festen Zeitplan. Sie orientiert sich am tatsächlichen Bedarf.

Jede Partei übernimmt eine klare Aufgabe. Die Versicherung stellt das Budget bereit. Sie finanziert Therapien, Hilfsmittel und Umschulungen. Der Anwalt vertritt die rechtlichen Interessen seines Mandanten. Er prüft Angebote und verhandelt Leistungen. Der Reha-Manager kümmert sich um die praktische Umsetzung. Er organisiert Termine, spricht mit Ärzten und begleitet den Alltag. Diese Aufgabenteilung funktioniert nur mit ehrlicher Kommunikation. Alle müssen Informationen teilen. Transparenz schafft Vertrauen. Betroffene profitieren enorm von dieser strukturierten Vorgehensweise. Sie gewinnen Schritt für Schritt Kontrolle zurück. Der Weg zur Genesung dauert manchmal länger als gedacht. Rückschläge gehören dazu. Doch mit einem klaren Plan und engagierten Fachleuten gelingt der Neustart. Jeder kleine Fortschritt verdient Anerkennung. Am Ende steht ein selbstbestimmtes Leben.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung durch Rechtsanwälte oder andere Rechtsberatungsstellen.

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Über diesen Podcast

Auf geht 's - der Reha-Blog berichtet aus dem Leben eines Reha-Managers. Fast jeden Tag erlebt Jörg Dommershausen von rehamanagement-Oldenburg mit Unfallopfern, Kostenträgern und Rechtsanwälte Schönes, Kurioses und Negatives. Mut machen das es nach einem schweren Unfall weiter geht, ist Ziel des "Auf geht' s - der Reha-Blog!". Kurze Sendung und wenig Text laden ein, als Unfallopfer oder Angehöriger das Leben wieder selbst in die Hände zu nehmen. Dafür steht die ganz Arbeit von Jörg Dommershausen

von und mit Jörg Dommershausen

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