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Führerschein mit Behinderung nach Unfall: Wenn Behörden die Teilhabe blockieren 26.02.2026

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Ein junges Unfallopfer aus Ostfriesland hat nach einem Unfall eine Plexusparese. Das bedeutet: Ein Nerv in seinem Arm ist dauerhaft geschädigt. Es will trotzdem Auto fahren. Die betroffene Person will selbstständig leben. Das ist ihr gutes Recht.

Die zuständige Führerscheinstelle hatte die Anforderungen klar benannt. Sie verlangte ein verkehrsmedizinisches Gutachten und eine Fahrprobe. Beides lieferte die betroffene Person fristgerecht. Dann änderte die Behörde ihre Position. Sie forderte plötzlich auch ein TÜV-Gutachten zur Fahreignung. Eine Begründung gab es nicht, obwohl vorher schon alle gesundheitlichen Daten vorlagen.

In diesem Video erkläre ich diesen Fall aus meiner täglichen Praxis als Reha-Manager. Ich begleite Unfallopfer bei genau solchen Situationen. Dieses Muster von Behörden, sei es bei Führerscheinstellen, Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen usw. kenne ich gut. Es taucht in Bayern auf, in NRW, in Hessen und anderswo. Manche Sachbearbeiter arbeiten verlässlich und zielorientiert. Andere halten ihre eigenen Zusagen nicht ein. Das blockiert die Teilhabe von Menschen mit Behinderung erheblich.

Für Betroffene mit Unfallfolgen bedeutet jede neue Hürde einen echten Rückschlag. Wer gleichzeitig mit einer Haftpflichtversicherung verhandelt, kämpft ohnehin schon an mehreren Fronten. Zeit und Energie sind begrenzt. Beides darf keine Behörde leichtfertig verschwenden.

Ich zeige in diesem Video, was konkret hilft. Wer jeden Schriftwechsel mit der Führerscheinstelle dokumentiert, steht im Streitfall besser da. Wer Zusagen schriftlich einfordert, schützt sich vor nachträglichen Änderungen. Und wer einen Anwalt im hinzuzieht, erhöht den Druck auf die Behörde erheblich. Das Recht auf Mobilität ist kein Geschenk. Es ist gesetzlich verankert.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung durch Rechtsanwälte oder andere Rechtsberatungsstellen.

Weitere spannende Sendung des „Auf geht’s – der Reha-Blog!“ findest du unter

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Im „Auf geht’s – der Reha-Podcast!“ kannst du viele Interviews mit spannenden Menschen verfolgen. Die Sendungen findest du unter:

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Über diesen Podcast

Auf geht 's - der Reha-Blog berichtet aus dem Leben eines Reha-Managers. Fast jeden Tag erlebt Jörg Dommershausen von rehamanagement-Oldenburg mit Unfallopfern, Kostenträgern und Rechtsanwälte Schönes, Kurioses und Negatives. Mut machen das es nach einem schweren Unfall weiter geht, ist Ziel des "Auf geht' s - der Reha-Blog!". Kurze Sendung und wenig Text laden ein, als Unfallopfer oder Angehöriger das Leben wieder selbst in die Hände zu nehmen. Dafür steht die ganz Arbeit von Jörg Dommershausen

von und mit Jörg Dommershausen

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