Reha-Management zu spät – wenn Angebote liegen bleiben 08.10.206
Warum hat er mich umgefahren? Er musste mich doch sehen. Mit dieser Frage beginnt ein Gespräch zur Rehaplanung im BG Klinikum Hamburg. Das Unfallopfer hat schwere Verletzungen an Beinen und Becken. Gehen, Treppen und längere Strecken fallen schwer. Dazu kommen Probleme mit Gedächtnis und Konzentration.
In diesem Beitrag erfährst du, wie ein Check-up Klarheit bringt: keine kognitiven Beeinträchtigungen, aber eine psychische Unfallfolge, die dringend behandelt werden muss.
Du siehst, wie schnell eine Klinik einen Rehaplatz organisieren kann, wenn alle an einem Strang ziehen. Doch der Betroffene zögert und möchte erst zu seiner Familie.
Seine Lebenspartnerin sieht das anders. Und du hörst, warum die Hilfe trotzdem viel zu spät kommt: Der Haftpflichtversicherer hatte dreimal Reha-Management angeboten. Der Anwalt hat keines dieser Angebote weitergeleitet.
Wir sprechen darüber, warum ambulante Versorgung in solchen Fällen oft nicht reicht, was der 60. Deutsche Verkehrsgerichtstag 2022 zum Reha-Management empfohlen hat und was das für Unfallopfer, Anwälte und Versicherer bedeutet.
Wenn du selbst betroffen bist: Frag deinen Anwalt aktiv, ob dir Reha-Management angeboten wurde. Wenn du Anwalt bist: Leite solche Angebote zeitnah weiter. Und wenn du beim Versicherer arbeitest: Bleib dran. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung durch Rechtsanwälte oder andere Rechtsberatungsstellen, Therapeutinnen und Therapeuten, Ärztinnen und Ärzte und andere anerkannte Expertinnen und Experten.
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