Auf geht's - der Reha-Blog!

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Auf geht's - der Reha-Blog! 078 Ich schalte ab, wenn ……

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Unfälle führen manchmal zu komplexen Folgen. Da geht es nicht immer nur um gebrochene Beine, Arme oder ein Schädel-Hirn-Trauma. Erleben auch noch nahe Angehörige den Unfall mit, dann wird die Sache kompliziert.

Dann werden ganze Familiensysteme noch mehr betroffen, als wenn „nur“ ein Familienmitglied betroffen ist. Noch komplizierter wird es, wenn ein Familienmitglied auch noch den Unfall verursacht hat. Dann gilt von Seiten des Haftpflichtversicherers das sogenannte „Familienprivileg“.

Solch komplexe Konstellationen führen dann auch im Reha-Management zu Verdrängungsmechanismen. So berichtete eine Mutter im Gespräch mit Jörg Dommershausen, dass sie nicht nur unangenehme Post nicht liest. „In Gesprächen schalte ich regelrecht ab, wenn mir ein Arzt oder Therapeut etwas Negatives sagt. Dann höre ich einfach nicht mehr zu!“ Mehr zum aktuellen Thema in der aktuellen Sendung des Reha-Blogs!

Auf geht's - der Reha-Blog! 077 Reha-Management mal anders

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Regelmäßige Gespräche in Reha-Einrichtungen gehören zum Alltag eines Reha-Managers. Vor Ort gibt es viele reharelevante Informationen. Sie zeigen mehr, als Berichte aussagen können. Dadurch lassen sich Rehabilitation und Teilhabe besser steuern.

Zu diesen Gesprächen gehört es auch Richtungen vorzugeben. Diese können vielfältig sein. Manchmal geht es um die Rückkehr nach Hause oder um die Rückkehr an den Arbeitsplatz. Auch Prozesse in der Reha-Einrichtung müssen ab und zu unterstützt und gesteuert werden. Dies kann einen Alkohol- oder Drogenthema sein. Und es geht auch milder.

Gerade nach einem Schädel-Hirn-Trauma (SHT) gibt es oft Einschränkungen in der Informationsverarbeitung. Dann kann zum Beispiel eine übermäßige Handynutzung ein Hemmnis für Gesundheit und Rehabilitation sein.

Auf geht's - der Reha-Blog! 076 Behandlungsfehler, was nun?

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Es ist schon einige Zeit her, da rief ein Rechtsanwalt bei rehamanagement-Oldenburg an. Was war passiert? Eine Frau wurde an der Wirbelsäule operiert und es ging etwas schief. Für die Frau schlimm. Als Krankenschwester auf einmal irreversible Folgen zu erleiden und aus dem Leben gerissen zu werden ist fürchterlich.

„Was kann man dann im Reha-Management konkret machen?“, war die Frage des Rechtsanwaltes. Zunächst einmal nichts. Das Gerichtsverfahren gegen die Haftpflichtversicherung läuft noch. Von dort besteht keine Bereitschaft, Kosten für eine Reha- Management zu übernehmen. Da bleibt zunächst nur der Zugriff auf Sozialversicherungsträger. Allerdings streiten diese sich über Zuständigkeiten.

Teilhabeleistungen oder Reha- Leistungen werden nicht erbracht. Dem Rechtsanwalt konnte nur geraten werden, für eine gute sozialrechtliche Situation zu sorgen. Erst nach Abschluss des eigentlichen (Haftpflicht-) Rechtsstreites ist es möglich, mit dem Haftpflichtversicherer über Reha-Management zu sprechen. So lange liegen die Themen Heilbehandlung, Genesung und Teilhabe am Arbeitsleben für das private Reha-Management auf Eis. Für die Betroffene bedeutet dies weiter mit (unnötigen) Belastungen zu leben.

Auf geht's - der Reha-Blog! 075 Zweite oder dritte medizinische Meinung?

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In einigen Fällen kommt es in Beratungssituation immer wieder zu Themen, die die verzögerte Heilbehandlung betreffen. Gerade bei schweren Unfallfolgen ist dies oft der Fall. Zum Beispiel entwickeln sich Falschgelenke (Pseudarthrose). Diese müssen dann einer speziellen Heilbehandlung zugeführt werden.

Gerade in einer solchen Situation werden dann Unfallopfer von den behandelnden Ärzten über Behandlungsoptionen aufgeklärt. Leider holen sich viele Betroffene (und Angehörige) selten eine zweite oder dritte Meinung ein. Ganz konkret geht es in einem Fall von Jörg Dommershausen um eine zweite ärztliche Meinung. Diese hat weder die Klienten noch Jörg Dommershausen überzeugt. Was liegt da näher als weiteren ärztlichen Rat einzuholen.

Gerade wenn ein Klient ein „ungutes Gefühl" hat, sollte diesem auch nachgegangen werden. Mehr in der aktuellen Sendung von „Auf geht's - der Reha-Blog! "

Auf geht's - der Reha-Blog! 074 Wenn es für einen Unternehmer nicht mehr weitergeht

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Schwere Unfallfolgen können Menschen aus Ihrem Leben reißen. Das ist nichts Neues. Trifft es einen Unternehmer können verschiedene Probleme entstehen. Es kann um die Sicherung von Arbeitsplätzen gehen. Und natürlich um das Unfallopfer selbst. Gerade dann, wenn ein Unternehmer seine Firma mit Herzblut aufgebaut hat. Sich von Zielen zu lösen ist dann eine Sache.

Kommen dann noch neben Unfallfolgen andere Erkrankungen hinzu, wird die Sache heikel. So ist es einem selbstständigen Handwerker ergangen, den Jörg Dommershausen begleitete. Als Ein-Mann-Unternehmer, der nur in „Stoßzeiten“ Mitarbeiter beschäftigte, gibt es kaum Alternativen. Allein aufsichtsführende Arbeiten sind in einer solchen Situation nicht möglich. Trotz aller Heilbehandlungen und Hilfsmittel war eine Arbeitsaufnahme nicht mehr realistisch. Andere Lösungen, zum Beispiel wie ein Arbeitnehmer tätig zu werden, waren nicht gewünscht. Somit kam das Reha- Management an seine Grenzen. Die Lösung brachte dann eine finanzielle Vereinbarung zwischen dem Geschädigten und der Haftpflichtversicherung.

Auf geht's - der Reha-Blog! 073 Grenzen im beruflichen Reha- Management

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Wie lange sind Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben zu gewähren? Welche Grenzen gibt es? Zu diesen Fragen gibt es unterschiedliche Einschätzungen und Vorstellungen der verschiedenen Kostenträger. Schon im Bereich der Sozialversicherung handeln die verschiedenen Träger entweder restriktiv oder großzügig. Maßstab für dieses Handeln ist das jeweilige Ermessen. Viele Unfallopfer denken hier dann an Willkür. Tatsächlich ist das Ermessen für Sozialversicherungsträger gesetzlich geregelt (Paragraf 39 SGB I).

Entscheidet sich ein Betroffener, eine Rente wegen Erwerbsminderung beim Rentenversicherungsträger zu beantragen, ist dies ein Merkmal, dass sich das Unfallopfer nicht mehr gedanklich auf dem ersten Arbeitsmarkt sieht. Allein finanzielle Zwänge sind hierfür nicht ausschlaggebend. In einem konkreten Fall ist ein langwieriges Verfahren zur Vermittlung eines geeigneten Arbeitsplatzes gescheitert.

Die Biografie des Unfallopfers und seine unfallbedingten und unfallunabhängigen Erkrankungen stützen seine Vorstellungen, die Erwerbsminderungsrente anzustreben. Durch den Bildungsträger wurde das Unfallopfer befähigt, sich selbst auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht nur zu bewerben, sondern auch zu verkaufen. An dieser Stelle muss dann ein Strich gezogen werden und die Maßnahme zur Teilhabe am Arbeitsleben ist zu beenden.

Auf geht's - der Reha-Blog! 072 Ergotherapie als Instrument zur Klärung

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In der schadensrechtlichen Auseinandersetzung über den Haushaltsführungsschaden geht es für die Anwaltschaft und die Versicherungen fast nur um eine Frage. Wie kann das Problem finanzielle gelöst werden? Und was ist mit den Geschädigten? Sie haben Einschränkungen im täglichen Leben, die sie gerne gelöst wissen möchten.

Auch wenn Unfallopfer oft die besten Experten in eigener Sache sind, kommen Sie nicht auf die einfachsten Ideen, wie sie ihre Autonomie wiedererlangen können.

Die Lösung ist manchmal einfach. Statt große Begutachtungen zu starten, kann eine ergotherapeutische Umfeldanalyse Klarheit im Hilfebedarf bringen. Einfache Hilfsmittel helfen schnell, Hindernisse bei der Alltagsbewältigung zu beseitigen. Das hilft mehr Lebensqualität für das Unfallopfer zu erreichen. Nicht mehr auf die Hilfe von Familienmitgliedern oder Dritten angewiesen zu sein schafft Sicherheit. Mehr in der aktuellen Sendung mit Jörg Dommershausen.

Auf geht's - der Reha-Blog! 071 Mehr Therapien hätten mir geholfen!

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Manchmal erkennen die Betroffenen nach einem schweren Schädel-Hirn-Trauma selbst ihre Defizite besser als die Einrichtungen, die sie behandeln. In einem aktuellen Gespräch, in dem es um die Überleitung einer Klientin von einem Neurologischen Rehabilitationszentrum in die Nachsorgeeinrichtung ging, beschrieb das junge Unfallopfer exakt ihre Stärken und Defizite.

„Wenn ich hier mehr Therapien bekommen hätte, wäre ich schon längst weiter! “ war eine Aussage aus dem Gespräch.

Nach dem Gespräch mit den Therapeutinnen und Therapeuten hat diese Selbsteinschätzung noch mehr Gewicht bekommen. Die aktuellen Behandler berichteten nämlich von personellen Defiziten in der Reha-Einrichtung.

Umso wichtiger ist es für eine gute, teilhabezentrierte, Nachbehandlung mit entsprechenden neurologisch ausgerichteten Therapien zu sorgen. Dies ist die Aufgabe im Reha-Management. Ziel ist es Selbstständigkeit zu fördern und Abhängigkeit zu minimieren.

Auf geht's - der Reha-Blog! 070 Ein Fass läuft über

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Einzelne Ereignisse an sich sind kein Problem. Allerdings sieht dies anders aus, wenn sich viele negative Ereignisse summieren. Das fängt an beim Kampf mit der Berufsgenossenschaft, die einfach in der Rehabilitation aussteigt. Oder Aussagen von Ärzten, die keine Motivation beinhalten. Kommt dann noch eine Apothekerin und kann nicht helfen, ist das Fass voll. Das war dann der berühmte letzte Tropfen.

Die Frage ist, wie ganz konkret geholfen werden kann. Denn eins ist klar. Wenn der Betroffene mit dem Kopf auf diesen Nebenkriegsschauplätzen ist, wird er sich nicht auf seine medizinischen Rehabilitation konzentrieren können. Auch wenn seine Ziele klar von ihm formuliert werden. Arbeiten zu wollen ist das eine. Das andere sind diese Rehahemmnisse, die den Erfolg unsicher machen. Jetzt gilt es die richtige psychologische Therapie zu finden, damit zielgerichtet geholfen werden kann.

Auf geht's - der Reha-Blog! 069 Wiedereingliederung eines selbständigen Fleischers

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Als Unternehmer Unfallopfer hat viele Folgen. Nicht nur das Unternehmen kann trotz Vorsorge in eine Schieflage kommen. Arbeitsplätze sind direkt betroffen. Bitter ist es, wenn beide Beine betroffen sind. Für einen selbständigen Fleischermeister geht es genau um dieses Problem.

So schnell wie möglich wieder ins Unternehmen zurückzukehren war ein Ziel. Dies war mit Hilfestellungen von Arbeits- und Ergotherapeuten möglich. Die gegnerische Haftpflichtversicherung übernahm die Kosten für die Arbeitsplatzgestaltung. Dies führt zu einer mentalen Entlastung, weil es mit dem Unternehmen nach einer Durststrecke wieder aufwärts geht.

Bitter ist es, wenn die Unfallfolgen so schwerwiegend sind, dass sie einfach nicht wie gewünscht heilen wollen. Dann müssen neue Lösungen gefunden werden, um das Unternehmen am Leben zu halten. Hier gilt es medizinische Reha und Arbeitstherapie so gut wie möglich zu verbinden.

Über diesen Podcast

Auf geht 's - der Reha-Blog berichtet aus dem Leben eines Reha-Managers. Fast jeden Tag erlebt Jörg Dommershausen von rehamanagement-Oldenburg mit Unfallopfern, Kostenträgern und Rechtsanwälte Schönes, Kurioses und Negatives. Mut machen das es nach einem schweren Unfall weiter geht, ist Ziel des "Auf geht' s - der Reha-Blog!". Kurze Sendung und wenig Text laden ein, als Unfallopfer oder Angehöriger das Leben wieder selbst in die Hände zu nehmen. Dafür steht die ganz Arbeit von Jörg Dommershausen

von und mit Jörg Dommershausen

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