Auf geht's - der Reha-Blog!

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Auf geht's - der Reha-Blog! 092 Zielmanagement

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Zu den Aufgaben eines Reha-Managers gehört es, auch Führung zu übernehmen. Das bezieht sich auf das Unfallopfer und Leistungsanbieter. Unfallopfer benötigen Unterstützung, weil sie aufgrund ihrer neuen Lebenssituation sich eine neue Lebensrichtung erarbeiten müssen.

Bei Leistungsanbietern sieht das dann ganz anders aus. Sie haben auch finanzielle Ziele, die nicht immer deckungsgleich sind mit den Vorstellungen des Unfallopfers und der Kostenträger. „Wir warten dann mal ab und schauen, wie sich das entwickelt!“, war die Auskunft eines Mitarbeiters eines Anbieters in der beruflichen Rehabilitation. Klar wird, dass hier gesteuert werden muss.

Auf geht's - der Reha-Blog! 091 medizinische Meinungen

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Das Thema zweite medizinische Meinung war schon oft Thema im Reha-Blog. Es ist ein wichtiges Werkzeug. Zum einen, um zu klären ob und wie es weiter gehen kann. Und dann geht es auch darum, neue Möglichkeiten zu finden.

Ganz aktuell war Jörg Dommershausen mit einem Klienten bei Herrn Prof. Dr. Frosch im UKE Hamburg. Das vorbehandelnde Krankenhaus hatte zunächst einmal angedeutet, dass mit einer weiteren Operation die Instabilität im Kniegelenk beseitigt werden kann. Und dann kommt mit Herrn Prof. Dr. Frosch eine ganz neue Idee in die Reha-Planung.

Auf geht's - der Reha-Blog! 090 Akzeptanz kann viel bewirken

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„Ich musste erst einmal akzeptieren welche Unfallfolgen ich habe, und erst danach konnte ich an mir arbeiten!“. Welch ein Satz einer Klientin von rehamanagement-Oldenburg. Was war passiert? Die Klientin hatte sich schwerste Unfallfolgen im Rahmen eines Verkehrsunfalls zugezogen. Danach folgte eine schwere Zeit der Krankenhausbehandlung. Am Anfang stand nicht fest, ob die Klientin überhaupt überleben würde.

Dann ging es auf einmal aufwärts und erste Fähigkeiten kamen in der Rehabilitation zurück. Es fing an mit dem (wieder) Erlernen der Sprache bis hin zur Unabhängigkeit von Dritten.

Alle Beteiligten waren schon froh über die Entwicklung, bis sich dann plötzlich einen Stillstand ergab. Die Akzeptanz der Unfallfolgen und Beeinträchtigungen im Alltagsleben machten dann Platz für Neues in der Rehabilitation. Jetzt darf sogar schon die Berufswegplanung in Angriff genommen werden. Manchmal sind es Kleinigkeiten wie persönliche Erkenntnisse, die den Rehabilitations- und Teilhabeprozess beeinflussen.

Wie kommt es, dass Menschen mitten im Reha-Prozess auf einmal nicht mehr weiterkommen? Ist es immer nur eine Frage der fehlenden Motivation? Manchmal überraschen Unfallopfer mit eigenen Erkenntnissen. „Ich musste erst einmal akzeptieren welche Unfallfolgen ich habe und erst danach konnte ich an mir arbeiten!“ ist die Aussage eines Unfallopfers in einer Fallbesprechung. Neben einer tollen Selbstreflexion ist das die Bestätigung des Reha-Verlaufes. Der hatte in der Tat eine Fortschrittsdelle und jetzt wurde klar, woran dies lag. Jetzt geht es in großen Schritten für die Klientin von Jörg Dommershausen voran.

Auf geht's - der Reha-Blog! 089 Wie Unfallopfer sich fühlen

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Wenn man als Reha-Manager eine Akte vom Anwalt oder einer Versicherung bekommt, sind oft nur die harten Reha-Fakten enthalten.

Berichte aus den Kliniken, wie die Arbeitsfähigkeit einzuschätzen ist und und und. Emotionen und Empfindungen des Unfallopfers und der Angehörigen lassen sich nicht finden. Das ist ja auch richtig so.

Soweit so gut. In Erstgesprächen kommt es dann oft vor, dass sich Sachverhalte ganz anders darstellen. Und dann kommen auch noch Emotionen mit ins Spiel. Und die müssen auch manchmal raus.

Auch weil sie wichtig sind für die Einschätzungen von Situationen. Den wer kann sich schon an einem Schreibtisch darin reinversetzen, wie es ist, wenn man als Unfallopfer auf einmal seine Intimsphäre verliert, weil man die "Bettpfanne" benutzen muss. Und es gibt noch andere "Beispiele". Zum Beispiel die Trennung von der/dem EhepartnerIn. Zukunftsängste, von der Mutter gepflegt werden zu müssen usw.

Auf geht's - der Reha-Blog! 088 Einem Gefühl nachgehen

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Manchmal wundert man sich, dass Reha-Prozesse nicht vorankommen. Das kann viele Gründe haben. Gerade dann, wenn Angebote nicht von einem Klienten angenommen werden, obwohl klar ist, das geholfen werden könnte.

Die Lösung ist ganz einfach. Der Klient mag nicht lange von zu Hause wegbleiben. Heimweh ist es nicht. Er mag es nur nicht und ist gerne in seinem gewohnten Umfeld. Nur sprechen muss man darüber. Als Reha-Manager kann man so etwas nicht wissen. Gerade dann, wenn schon lange Reha-Maßnahmen absolviert wurden.

Hat der Reha-Manager die Information, kann die Reha-Planung einfacher gestaltet werden. Und auf einmal kann dann auch wieder Motivation entstehen.

Auf geht's - der Reha-Blog! 087 Teletherapie für junge Menschen

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Das Thema Teletherapie war ja schon vor kurzem Thema der Sendung 211 im "Auf geht's - der Reha-Podcast!" Und wie wird das ganz konkret gelöst, wenn es um Teilhabe geht? Ganz konkret, wenn es um den Schulbesuch geht? Und wie kann die Familie bzw. die Eltern einbezogen werden?

Es geht ganz praktisch um einen Schüler, der vor einigen Jahren ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten hat. Er ist gut aus der Sache raus gekommen. Wesentliche neurologische oder neuropsychologische Unfallfolgen sind nicht verblieben. Wenn es da nicht noch neurologopädische Probleme geben würde. Im Aphasie-Zentrum-Vechta wurde eine ausführliche Testung durchgeführt. Sechs Stunden Videoanalyse haben viele Erkenntnisse aufgezeigt.

Klar ist, dass es mit einem "Förderunterricht" nicht getan ist. Und im ländlichen Bereich sind gute Neuro-Therapien Mangelware. Jörg Dommershausen war mit einer Mitarbeiterin des Aphasie-Zentrum-Vechta in der Familie. Mit Teletherapie wird jetzt das Thema optimale Versorgung angegangen. Regelmäßige Feedbackgespräche sollen die Erfolgsmöglichkeiten verbessern.

Auf geht's - der Reha-Blog! 086 Zeitmanagement für Unfallopfer?

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Gerade wenn Unfallopfer in Reha-Prozessen stehen, kann es zu einer "Überhitzung" von Aufgaben kommen. Eine Therapie jagt die nächste. Kommen dann noch kognitive Probleme hinzu, kann die Sache brenzlig werden. Dann wird alles sehr schnell zu viel.

Im Reha-Coaching gilt es dann auch das Zeitmanagement anzusprechen. Denn Zeitmanagement ist auch Zielmanagement.

Eine gute Möglichkeit ist hier die Anwendung des SMART-Modells. Das wurde ja schon oft im "Auf geht's - der Reha-Podcast!" angesprochen. Ganz einfach geht es um das "T" für Termin oder terminiert.

Auf geht's - der Reha-Blog! 085 runder Tisch

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Nicht immer wird die Einschaltung von Reha-Dienstleistern von Kostenträgern, gerne gesehen. „Wir sind Herr des Verfahrens und bestimmen, wo es lang geht!“ war eine Aussage, die ich in den letzten Wochen von einem Rentenversicherungsträger hörte. Da darf die Frage gestellt werden, um wen es geht. Um den Kostenträger oder um das Unfallopfer? Was ist denn die Zielrichtung? Teilhabe?

Und es geht auch anders. Im Fall einer Schädelhirnverletzten wurde ein runder Tisch gebildet, um Maßnahmen zu optimieren und Unklarheiten auszuräumen. Im Mittelpunkt stand das Unfallopfer. Leistungen aus dem Personenschadenmanagement können dabei die Leistungen einer Berufsgenossenschaft ergänzen.

Auf geht's - der Reha-Blog! 084 Wohnumfeldanalyse

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Eine der Aufgaben des Reha-Managers ist es auch für die Rückkehr in die eigenen vier Wände zu sorgen. Nach einem schweren Unfall ist das möglich, wenn Expertinnen und Experten helfen. Und wenn klare Vorstellungen vorliegen.

Mit einer Ergotherapeutin aus dem Aphasie-Zentrum-Vechta und mit einem Mitarbeiter eines Sanitätshauses wird ein betroffenes älteres Ehepaar aufgesucht. Mit relativ kleinen Maßnahmen kann viel erreicht werden. Von einer mobilen Rampe, über Haltegriffe, einem Duschstuhl bis hin zu einer Toilettensitzerhöhung.

Und dann ist noch ein weiteres Training stationär und später ambulant im Aphasie-Zentrum-Vechta notwendig. Die Unfallopfer sollen noch sicherer werden. Denn es gilt auch Folgeunfälle zu verhindern.

Auf geht's - der Reha-Blog! 083 Wie steht es um das Reha-Management in Zeiten von Corona?

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Corona hat viel verändert in den letzten Wochen. rehamanagement-Oldenburg hat weder im Reha-Blog noch im Reha-Podcast noch in den sozialen Medien aufgenommen. Ganz bewusst. Es gibt und gab sehr viele Auswirkungen auf die betroffenen Unfallopfer. Viele hatten und haben Sorgen, wie es weiter geht. Werden die Maßnahmen weiter getragen? Was ändert sich in meiner Versorgung? Habe ich noch eine berufliche Zukunft mit meiner Behinderung.

Und dann sind da noch, sagen wir einmal Auswüchse. Da gibt es noch nicht einmal eine behördliche „Ausgangsveränderung“ fangen die ersten Anbieter im Gesundheitswesen auch schon an Geschäfte zu machen.

Da wird von einem Therapieanbieter aus der neurologischen Rehabilitation gleich ein Anschreiben losgeschickt. Wir bieten nur noch Teletherapie an, wenn der Kostenträger eine monatliche Gebühr bezahlt. Und wenn nicht, dann haben die Unfallopfer einfach Pech gehabt. Was da für eine Gebühr erhoben wird und mit welchem Hintergrund bleibt offen. Eher ist ein Gelddruckmanagement zu vermuten.

Und dann ist da noch die Arbeitsvermittlung. Diese liegt seit Wochen brach. Niemand will ein Praktikum anbieten. Das ist auch verständlich. Man möchte sich schützen. Und niemand kann sagen, wie sich alles weiter entwickelt am Arbeitsmarkt. Unternehmen mussten Mitarbeiter in Kurzarbeit oder in die Arbeitslosigkeit schicken. Wer hat da noch ein offenes Ohr?

Die gute Nachricht. Alles wird sich mit der Zeit wieder einpendeln und wir werden auch mit den Unternehmerinnen und Unternehmern Lösungen finden um Unfallopfern u helfen.

Und es gibt auch viele positive Beispiele. Es gibt noch Einrichtungen, die Reha-Pläne möglich machen und Therapien anbieten. Und es gibt auch Unternehmen, die aus der Not eine Tugend machen. Und dann hilft man auch noch damit Unfallopfern.

Über diesen Podcast

Auf geht 's - der Reha-Blog berichtet aus dem Leben eines Reha-Managers. Fast jeden Tag erlebt Jörg Dommershausen von rehamanagement-Oldenburg mit Unfallopfern, Kostenträgern und Rechtsanwälte Schönes, Kurioses und Negatives. Mut machen das es nach einem schweren Unfall weiter geht, ist Ziel des "Auf geht' s - der Reha-Blog!". Kurze Sendung und wenig Text laden ein, als Unfallopfer oder Angehöriger das Leben wieder selbst in die Hände zu nehmen. Dafür steht die ganz Arbeit von Jörg Dommershausen

von und mit Jörg Dommershausen

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