Auf geht's - der Reha-Blog!

Auf geht's - der Reha-Blog!

Auf geht's - der Reha-Blog! 102 Geht doch!

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Ein schwerer Verkehrsunfall reißt die Klientin von Jörg Dommershausen vor einigen Jahren aus dem Leben. Unter anderem muss sie mit den Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas und einer Knieverletzung kämpfen. Nach einer langen medizinischen Reha-Zeit dann der Schock. Der bisherige Arbeitgeber hält nicht Wort und schafft keinen leidensgerechten Arbeitsplatz. Im Gegenteil, eine betriebliche Krise wird genutzt den Arbeitsplatz zu vernichten. Andere Beschäftigungsmöglichkeiten bestanden nicht, sodass auch keine Weiterbeschäftigung trotz Schwerbehinderung möglich war.

Es folgten Vermittlungsmaßnahmen, die dann auch nach verschiedenen Praktika zum Erfolg führte. Allerdings nur im Rahmen einer befristeten Beschäftigung als Schwangerschaftsvertretung. Immerhin. Es funktioniert alles lange Zeit. Hoffnung besteht, dass es sogar weiter geht, weil die vertretene Kollegin nicht mehr wieder zurückkommt. Weit gefehlt, die Arbeitgeberin sieht auf einmal nur noch Probleme. Abschied von der Weiterbeschäftigung für die Betroffene. Und dann noch die Prophezeiung der Arbeitgeberin, dass die Klientin sich mit den Unterlagen gar nicht auf dem Arbeitsmarkt bewerben brauch.

Denkste! Angebote von rehamanagement-Oldenburg zur Arbeitsvermittlung sind gar nicht mehr notwendig. Einen Tag vorher hat die Betroffene einen Arbeitsvertrag unterschrieben. Sie hat einen neuen Arbeitgeber, der sich um sie bemüht hat und sie verdient etwas mehr.

Auf geht's - der Reha-Blog! 101 Grenzen ziehen

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Schnell ist ein Reha-Dienstleister der Buhmann, wenn sich die Wünsche von Unfallverletzten nicht erfüllen lassen. Ganz konkret ging es um die Organisation von betreuten Wohnen für ein Unfallopfer.

Der beauftragte Dienstleister führt ein Erstgespräch und dann passiert-- nichts. Rehamanagement-Oldenburg ruft mehrfach an, dann schriftliche Anforderungen mit Terminen usw.

Die Familie, insbesondere die Kinder melden sich in der Zeit nicht. Anstatt nun einmal tätig zu werden und auf Nichttätigkeit hinzuweisen--Stille--.

Auch Betroffene und Angehörige haben eine Mitwirkungspflicht. Dann, wenn es nicht klappt den Reha-Dienstleister verantwortlich zu machen, ist da ein wenig einfach. Auch wenn er selbst zugesagt hat den richtigen Dienstleister zu verpflichten, stehen immer noch schadensrechtliche Aspekte im Raum. Entscheidet die Haftpflichtversicherung, dass aus diversen Gründen auf das Sozialversicherungssystem zurück zu greifen ist, dann sind dem Reha-Dienstleister die Hände gebunden. Dann geht die Zuständigkeit auf die/den Anwältin/Anwalt über. Wird diese/r nicht tätig, kann auch der Reha-Dienstleister nichts dafür.

Auf geht's - der Reha-Blog! 100 Eine runde Zahl!

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Am 27. Mai 2019 ging es los. Erst als lockere Filmserie gedacht und später als regelmäßiger Podcast informiert der "Auf geht's der Reha-Blog!" über das Leben eines Reha-Managers.

Seitdem ist viel passiert. Aus einem auf wenige Sendungen ausgelegtem Projekt sind auf einmal 100 Sendungen geworden. Warum? Ganz einfach. Es macht Spaß. Und die Aufgabe ist klar. Viele Unfallopfer fragen, was machen Sie eigentlich so?

Mit dem Reha-Blog will ich weiter einen Beitrag leisten. Mit dem großen Bruder "Auf geht's - der Reha-Podcast!" sind so mehr als 300 Podcastsendungen seit 2014 entstanden. Geht es weiter? Erst einmal ja. Denn jeder Tag im Leben eines Reha-Managers ist anders und es gibt kein Gespräch, keinen Fall, das/der gleich ist/sind.

Danke an Alle, die bisher und weiter mithören, mitsehen und mithelfen.

Auf geht's - der Reha-Blog! 099 Vorzeitiges Ende des Reha-Management

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Für Anwälte und Versicherungen sieht es oft ganz einfach aus, wenn es um die Haftung geht. Nach dem Code of Conduct wird sich auf das Reha-Management geeinigt.

Und los geht es. Reha-Plan machen und umsetzen. Unterstützung bei notwendigen Antragstellungen bei Sozialversicherungsträgern oder bei der gegnerischen Haftpflichtversicherung.

Eine Geschädigte absolviert die ersten Punkte im Reha-Plan. Nach der stationären Reha nimmt die Sache dann auf einmal eine Wendung. Die Haftung ist überhaupt nicht klar. Vielmehr sieht es eher danach aus, dass entweder gar nicht oder nur wenig Haftung im Raum steht.

Ein weiter so kann es dann aber nicht geben, erstrecht nicht, wenn es um die Leistungen der Haftpflichtversicherung für Reha-Leistungen geht. Diese können nicht mehr übernommen werden. Es ist ein Entgegenkommen, das rehamanagement-Oldenburg jetzt noch durch den Behördendschungel helfen darf. Das hätte die Versicherung auch anders entscheiden können.

Auf geht's - der Reha-Blog! 098 Beendigung Mandat

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Wie lange kann oder muss eine Zusammenarbeit zwischen einem Unfallopfer und einem Reha-Dienstleister eigentlich dauern. Oder anders gefragt, wie lange muss ein Reha-Dienstleister in einem Fall bleiben. Gerade dann, wenn es Probleme bei der Zusammenarbeit gibt. Muss dann ein Reha-Dienstleister alles mitmachen?

Das hängt natürlich vom Werteverständnis eines Reha-Dienstleisters ab. Grundlage ist immer das Teilhabe- bzw. Rehabilitationsziel. Das ist im Code of Conduct klar geregelt. Dort wurde festgelegt, dass Rechtsvertretung und Versicherung das Rehabilitationsziel gemeinsam festlegen. Leider wird das in der Praxis eher nicht gelebt.

Das ergibt sich aus der Sache selbst. Denn viele reharelevanten Fakten sind nicht bekannt. Es wird allerdings ein Reha- und Teilhabeplan erstellt. Legt ein Unfallopfer und seine Angehörigen dann mehr Wert auf finanzielle Ergebnisse als auf die Reha-Planungen, dann steht die Teilhabe nicht mehr im Vordergrund. Dann muss das Reha-Management beendet werden.

Auf geht's - der Reha-Blog! 097 Erfolg kann anfeuern für mehr

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Wie schnell kann es doch gehen, mit wenige Schritten geht es wieder zurück ins Leben. Mit wenigen Schritten geht es in der Rehabilitation in die Selbstständigkeit. Wieder allein eine Treppe zu schaffen, ohne Unterarmgehstützen. Wieder im eigenen Bett zu schlafen und nicht mehr im Pflegebett.

Wieder im Stehen selbst zu kochen oder die Wäsche bügeln. Und da ist der eigene Garten. Wieder selbst zu gestalten, was gepflanzt wird und was nicht. Wer noch keinen Unfall mit schweren Folgen oder eine vergleichbare Erkrankung erlitten hat, kann sich in so eine Situation nicht reinversetzen.

Einer Klientin von Jörg Dommershausen ist es so ergangen. Die lange Fahrt der Rehabilitation ist allerdings noch nicht vorbei. Vieles muss noch geschaffen werden. Wichtig für die Klientin ist, dass sie jetzt mehr Klarheit hat, was sie kann. Und natürlich ist Lebensqualität zurückgekehrt.

Auf geht's - der Reha-Blog! 096 Verlangsamung nach SHT bremst aus

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Manchmal kommen nicht so positive Ergebnisse aus neuropsychologischen Testungen heraus. Gerade dann, wenn viele neuropsychologische „Funktionen“ gutgehen, treten andere notwendige Ressourcen in den Hintergrund. Aktuell kann ein Klient zwar auf viele Exekutivfunktionen, wie zum Beispiel Handlungsplanung, Entscheiden, einkalkulieren, Arbeitsgedächtnis, zielgerichtetes Beginnen, Planungsfähigkeit, Koordinieren, um nur einige zu nennen, zurückgreifen.

Allerdings ist sie so dermaßen verlangsamt, dass die Informationsverarbeitung verzögert ist. Dies bedeutet für das Unfallopfer, dass eine Mobilität im Sinne einer Fahrtüchtigkeit nicht vorhanden ist. Sowohl für das Führen eines PKW als auch zum Beispiel für einen Elektrorollstuhl oder Handbike.

Hier muss mit Intensivtherapie geholfen werden, um eine Teilhabe am Arbeitsleben und Leben in der Gemeinschaft sicherzustellen. Problematisch wird es dann, wenn zwar das direkte Umfeld, nicht aber der Betroffene selbst diese Einschränkung wahrhaben will. Zeit also, das Reha-Management zum Ruhen zu bringen. Warum? Wenn Teilhabeziele nicht erreichbar sind (hier Mobilität gleich Erreichen des Arbeitsplatzes), kann nicht einfach so weiter gemacht werden, als wäre nichts passiert.

Auf geht's - der Reha-Blog! 095 und noch ein Erstgespräch

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Was macht man, wenn zwei ältere Herrschaften, in diesem Fall ein Rentnerehepaar, schwer nach einem Motorradunfall betroffen ist. Nach der Krankenhausbehandlung ging es nicht in die Reha, sondern gleich in die Kurzzeitpflege. Nicht einmal Röntgenkontrollen wurden sichergestellt.

Und dabei geht es um die Erhaltung von Selbständigkeit und Autonomie. Im Gespräch mit einer Verwandten können erste Gedanken entwickelt werden, wie sich die weitere Rehabilitation gestalten kann. Wichtig ist, dass das Ehepaar zusammenbleiben möchte.

Da es am Wohnort gute Strukturen gibt, können diese eingebunden werden. Jetzt gilt es die Haftpflichtversicherung von dem guten Plan zu überzeugen. Und die Krankenkasse? Wird sich mancher fragen. Richtig. Diese glänzt durch Ablehnung von Maßnahmen. Statt Heilbehandlung und Teilhabe ist für die Krankenkasse das Pflegeheim das Ziel. Und auch in solchen Fällen funktionieren Reha-Pläne, wenn alle Netzwerkpartner mitmachen. Auf geht's!

Auf geht's - der Reha-Blog! 094 Konzentration!

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Wie ist das eigentlich so nach einer Verletzung? Das gilt natürlich auch nach einer schweren unerwarteten Erkrankung. Was vorher geklappt hat, wird auf einmal schwierig.

Mir erzählte einmal ein Schädelhirnverletzter, dass er sich vor seinem Unfall keine Gedanken gemacht hat telefonierend mit einer Sporttasche in der Hand eine Treppe hochzugehen. Jetzt, nach dem Unfall, sieht das anders aus. Jeder Schritt muss geplant und gedacht werden. Geschweige denn mal von einem Telefonat nebenbei oder dem Tragen einer Sporttasche.

Eine Klientin berichtet, dass vor ihrem Unfall arbeiten kein Problem war. Im Gegenteil. Jetzt wird bei jeder Störung Arbeit schwierig. Festzustellen und zu beobachten, dass eine Kollegin oder ein Kollege Aufgaben locker bewältigen und die Klientin selbst es einfach nicht mehr schafft. Da kann selbst ein Routinetelefonat schon eine Hürde werden.

Vergessen wird dabei von der Umwelt oft, dass Unfallopfer sehr oft über lange Zeiträume am Limit arbeiten.

Und für die Betroffenen kann das auch positive Ergebnisse mit sich bringen. Eine Klientin berichtet, dass sie bei Spaziergängen mehr wahrnimmt als vor dem Unfall. Ganz einfach, weil sie bei jedem Schritt auch Dinge sieht, die sie vorher nicht gesehen hat.

Auf geht's - der Reha-Blog! 093 arbeitsmarktorientierte Leistungsanalyse

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Wenn es wieder langsam nach einem Unfall in Richtung Arbeit geht, stellt sich die Frage, was möglich ist. Welche Einschränkungen wirken sich wie aus? Und ist das langfristig so oder gibt es Möglichkeiten der Anpassung und Gewöhnung an die neue Arbeitssituation? Und wie wirkt sich die neue Situation dauerhaft aus? Diese Fragen setzen natürlich voraus, dass ein Arbeitsplatz vorhanden oder konkret in Aussicht ist.

Leider wird auch heute noch trotz eindeutiger Vorschriften im SGB IX (§ 167) in vielen Betrieben immer noch kein betriebliches Eingliederungsmanagement durchgeführt. So reduzieren sich manchmal die Wiedereingliederungsmöglichkeiten.

Steht ein Arbeitsplatz überhaupt nicht zur Verfügung, geht es um die Frage, was überhaupt noch auf dem ersten Arbeitsmarkt geleistet werden kann. Daran darf sich dann die Planung der weiteren Teilhabe ausrichten. Manchmal kommen auch Ergebnisse heraus, die positiv überraschen. Und wichtige Tipps und Informationen für die soziale Teilhabe können auch noch gewonnen werden.

Über diesen Podcast

Auf geht 's - der Reha-Blog berichtet aus dem Leben eines Reha-Managers. Fast jeden Tag erlebt Jörg Dommershausen von rehamanagement-Oldenburg mit Unfallopfern, Kostenträgern und Rechtsanwälte Schönes, Kurioses und Negatives. Mut machen das es nach einem schweren Unfall weiter geht, ist Ziel des "Auf geht' s - der Reha-Blog!". Kurze Sendung und wenig Text laden ein, als Unfallopfer oder Angehöriger das Leben wieder selbst in die Hände zu nehmen. Dafür steht die ganz Arbeit von Jörg Dommershausen

von und mit Jörg Dommershausen

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