Auf geht's - der Reha-Blog!

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Auf geht's - der Reha-Blog! 072 Ergotherapie als Instrument zur Klärung

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In der schadensrechtlichen Auseinandersetzung über den Haushaltsführungsschaden geht es für die Anwaltschaft und die Versicherungen fast nur um eine Frage. Wie kann das Problem finanzielle gelöst werden? Und was ist mit den Geschädigten? Sie haben Einschränkungen im täglichen Leben, die sie gerne gelöst wissen möchten.

Auch wenn Unfallopfer oft die besten Experten in eigener Sache sind, kommen Sie nicht auf die einfachsten Ideen, wie sie ihre Autonomie wiedererlangen können.

Die Lösung ist manchmal einfach. Statt große Begutachtungen zu starten, kann eine ergotherapeutische Umfeldanalyse Klarheit im Hilfebedarf bringen. Einfache Hilfsmittel helfen schnell, Hindernisse bei der Alltagsbewältigung zu beseitigen. Das hilft mehr Lebensqualität für das Unfallopfer zu erreichen. Nicht mehr auf die Hilfe von Familienmitgliedern oder Dritten angewiesen zu sein schafft Sicherheit. Mehr in der aktuellen Sendung mit Jörg Dommershausen.

Auf geht's - der Reha-Blog! 071 Mehr Therapien hätten mir geholfen!

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Manchmal erkennen die Betroffenen nach einem schweren Schädel-Hirn-Trauma selbst ihre Defizite besser als die Einrichtungen, die sie behandeln. In einem aktuellen Gespräch, in dem es um die Überleitung einer Klientin von einem Neurologischen Rehabilitationszentrum in die Nachsorgeeinrichtung ging, beschrieb das junge Unfallopfer exakt ihre Stärken und Defizite.

„Wenn ich hier mehr Therapien bekommen hätte, wäre ich schon längst weiter! “ war eine Aussage aus dem Gespräch.

Nach dem Gespräch mit den Therapeutinnen und Therapeuten hat diese Selbsteinschätzung noch mehr Gewicht bekommen. Die aktuellen Behandler berichteten nämlich von personellen Defiziten in der Reha-Einrichtung.

Umso wichtiger ist es für eine gute, teilhabezentrierte, Nachbehandlung mit entsprechenden neurologisch ausgerichteten Therapien zu sorgen. Dies ist die Aufgabe im Reha-Management. Ziel ist es Selbstständigkeit zu fördern und Abhängigkeit zu minimieren.

Auf geht's - der Reha-Blog! 070 Ein Fass läuft über

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Einzelne Ereignisse an sich sind kein Problem. Allerdings sieht dies anders aus, wenn sich viele negative Ereignisse summieren. Das fängt an beim Kampf mit der Berufsgenossenschaft, die einfach in der Rehabilitation aussteigt. Oder Aussagen von Ärzten, die keine Motivation beinhalten. Kommt dann noch eine Apothekerin und kann nicht helfen, ist das Fass voll. Das war dann der berühmte letzte Tropfen.

Die Frage ist, wie ganz konkret geholfen werden kann. Denn eins ist klar. Wenn der Betroffene mit dem Kopf auf diesen Nebenkriegsschauplätzen ist, wird er sich nicht auf seine medizinischen Rehabilitation konzentrieren können. Auch wenn seine Ziele klar von ihm formuliert werden. Arbeiten zu wollen ist das eine. Das andere sind diese Rehahemmnisse, die den Erfolg unsicher machen. Jetzt gilt es die richtige psychologische Therapie zu finden, damit zielgerichtet geholfen werden kann.

Auf geht's - der Reha-Blog! 069 Wiedereingliederung eines selbständigen Fleischers

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Als Unternehmer Unfallopfer hat viele Folgen. Nicht nur das Unternehmen kann trotz Vorsorge in eine Schieflage kommen. Arbeitsplätze sind direkt betroffen. Bitter ist es, wenn beide Beine betroffen sind. Für einen selbständigen Fleischermeister geht es genau um dieses Problem.

So schnell wie möglich wieder ins Unternehmen zurückzukehren war ein Ziel. Dies war mit Hilfestellungen von Arbeits- und Ergotherapeuten möglich. Die gegnerische Haftpflichtversicherung übernahm die Kosten für die Arbeitsplatzgestaltung. Dies führt zu einer mentalen Entlastung, weil es mit dem Unternehmen nach einer Durststrecke wieder aufwärts geht.

Bitter ist es, wenn die Unfallfolgen so schwerwiegend sind, dass sie einfach nicht wie gewünscht heilen wollen. Dann müssen neue Lösungen gefunden werden, um das Unternehmen am Leben zu halten. Hier gilt es medizinische Reha und Arbeitstherapie so gut wie möglich zu verbinden.

Auf geht's - der Reha-Blog! 068 Was heißt hier neutral?

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Das Thema Grenzen des Reha-Managements hatten wir ja schon im „Auf geht’s- der Reha-Blog!“. Nur wie ist das eigentlich mit der Neutralität? Was macht der Verhaltenskodex im Personenschadenmanagement, kurz Code of Conduct, genannt? Diese Regeln wurden zwischen den Anwälten und den Versicherungen auf dem Verkehrsgerichtstag (VGT) 2008 vereinbart.

Neutralität bedeutet, weder auf Seiten der Versicherung, des Anwalts oder des Unfallopfers zu stehen. Ganz einfach! In einem Fall erwartet das Unfallopfer, dass Jörg Dommershausen das macht, was es wünscht. Vergessen wird die notwendige neutrale Haltung. Ein Reha-Manager ist nicht Erfüllungsgehilfe des Unfallopfers. Es zählt alleine die fachliche Einschätzung.

Auf geht's - der Reha-Blog! 067 Schluss mit Lustig!

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„Jetzt ist wohl Schluss ist lustig!“ ein Satz, den eine Klientin im Beratungsgespräch fallen lässt. Ist es nicht schon seit dem schweren Unfall so. Die Komfortzone zu verlassen ist das eine. Das Andere ist mit Unterstützungsaufgaben wieder die Kontrolle über das Leben zu bekommen. Auch wenn es sich ungewohnt anfühlt.

Und es gibt einen weiteren Aspekt. Abzugeben heißt auch Kontrolle zu verlieren. Und das es einfach ist Anderen die Schuld für ungünstige Ereignisse zu geben. Mit dem Finger auf Andere für Missgeschicke zu zeigen ist einfacher als selbst Verantwortung zu tragen. Im Reha-Coaching geht insbesondere und fordern mit Unterstützung.

Auf geht's - der Reha-Blog! 066 Neuropsychologie bei Kindern

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Heute ging es für Jörg Dommershausen um die Frage einer neuropsychologischen Untersuchung bei einem Jungen. Nach einem Verkehrsunfall war die Genesung zunächst scheinbar schnell. Dann haben sich im sozialen Umfeld und der Teilhabe am Schulleben Erschwernisse eingestellt.

In der aktuellen Untersuchung bei Ralf Heindorf von der Praxis für Neuropsychologe Armgardt ergaben sich Probleme, die die Sprache betreffen. Sprache ist wichtig für die gesamte Teilhabe. Wenn Sprache in Schriftform verarbeitet werden muss, kann dies zu versteckten Schwierigkeiten führen. In der Schule zum bei Textaufgaben im Fach Mathematik. Jetzt gilt es die Ergebnisse aufzuarbeiten und die Teilhabeplanung zu optimieren.

Auf geht's - der Reha-Blog! 065 Zweite Meinung nach Knieschaden

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Heute ging es im Rahmen der Heilverfahrensteuerung um die Verletzung eines hinteren Kreuzbandes. Der Klient von Jörg Dommershausen wurde bisher am Wohnort „beruhigend“ beraten, dass nichts gemacht werden könne an der Knieinstabilität. Der Klient soll eine Orthese tragen und das würde ausreichen.

Die klinische Untersuchung durch Herrn Professor Dr. Frosch vom UKE Hamburg ergab allerdings eine ganz andere Situation. In dem betroffenen Kniegelenk besteht eine erhebliche Instabilität des vorderen und hinteren Kreuzbandes und des Außenbandes.

Im Verlauf der bisherigen Behandlung ist es trotz intensiver physiotherapeutischer Intervention zur Verklebung der Weichteile im betroffenen Kniegelenk gekommen.

Diese lassen sich jetzt leider nur noch operativ entfernen. Für den Klienten von Jörg Dommershausen ist dies wieder mit einer erneuten Operation und Belastung verbunden. Die Teilhabe am Arbeitsleben verzögert sich entsprechend unnötig.

Auf geht's - der Reha-Blog! 064 Ein Leitfaden der weiterhilft

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Ein schwerer Unfall ist passiert. Schnell stellt sich nach der Akutbehandlung die Frage wie es weiter geht. Die Deutsche Interessengemeinschaft für Unfallopfer e.V. kurz DIVO hat einen Leitfaden entwickelt.

Dieser enthält viele Informationen, die dir weiterhelfen. Wie kommst du zur richtigen Reha nach der Krankenhausentlassung? Wer ist der richtige Anwalt? Welche Versicherungen können welche Leistungen zahlen? Was ist mit einem Reha-Management? Wie ist mit Sachverständigen umzugehen.

Auch das heikle Thema, wie mit Prognosen von Ärzten umzugehen ist, wird aufgegriffen. Genau, es sind Prognosen, nicht mehr und nicht weniger.

Auf geht's - der Reha-Blog! 063 Ein Eisbergproblem

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Nach einer Querschnittlähmung geht es irgendwann um die Frage der Arbeit. Ein Klient von Jörg Dommershausen hat mit seinem Arbeitgeber ein großes Problem. Der Unternehmer sieht ihn nur im Rollstuhl. Warum denn nicht gleich drei Jahre nach dem Unfall voll arbeiten? Es kann doch nicht sein das dies nicht geht. Der Betroffene sitzt doch „nur“ im Rollstuhl.

Der Arbeitgeber vergisst dabei einiges. Alleine das Anziehen und die Morgentoilette sind schon für einen Querschnittgelähmten eine Herausforderung. Dann ist der Arbeitsweg zurücklegen. Von Entlastungszeiten, Druckgeschwürprophylaxe, Transfer usw. wollen wir mal nicht sprechen. Nicht zu vergessen noch notwendige Therapien nach getaner Arbeit. Das eine Darmentleerung auch Zeit in Anspruch nimmt, hat der Unternehmer nicht im Blick.

Jetzt kannst du denken, na ja, das der Chef ja nicht ahnen. Stimmt nicht. Er wusste es und hat es galant ausgeblendet. Das Arbeiten eine langsame Gewöhnung für Körper und Psyche bedeutet, scheint verdrängt worden zu sein. Da hilft nur eine gute Strategie, die im Rahmen des Reha-Coaching besprochen wurde.

Über diesen Podcast

Auf geht 's - der Reha-Blog berichtet aus dem Leben eines Reha-Managers. Fast jeden Tag erlebt Jörg Dommershausen von rehamanagement-Oldenburg mit Unfallopfern, Kostenträgern und Rechtsanwälte Schönes, Kurioses und Negatives. Mut machen das es nach einem schweren Unfall weiter geht, ist Ziel des "Auf geht' s - der Reha-Blog!". Kurze Sendung und wenig Text laden ein, als Unfallopfer oder Angehöriger das Leben wieder selbst in die Hände zu nehmen. Dafür steht die ganz Arbeit von Jörg Dommershausen

von und mit Jörg Dommershausen

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